Deutsche Friedensgesellschaft - Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen

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Nachlese: Menschenkette Trier hÀlt Zusammen

Die AG Frieden Trier resĂŒmiert:

Die Menschenkette am vergangenen Samstag war ein voller Erfolg und ein wichtiges Zeichen fĂŒr ein solidarisches Miteinander, Gemeinsinn und Vernunft. Im Anschluss gab es eine Kundgebung mit wichtigen Rede- und MusikbeitrĂ€gen. Einen Bericht mit schönen Fotos, Interviews und FilmbeitrĂ€gen sowie drei der RedebeitrĂ€ge als Skript findet ihr hier:
https://www.agf-trier.de/aktuelles/neuigkeiten/fotobericht-trier-haelt-zusammen/

 

Trier hÀlt zusammen

Menschenkette und Kundgebung

Samstag 12. Februar 2022 ab 14 Uhr in der FußgĂ€ngerzone von Trier.

Sammelpunkte: Simeonstraße (Höhe Sparkasse), Hauptmarkt, Brotstraße (Höhe Blaue Hand), Viehmarkt.

Wir wollen mit der Menschenkette ein klares Zeichen setzen FÜR einen gesellschaftlichen und demokratischen Zusammenhalt angesichts dieser Pandemie. Mit unserer Menschenkette grenzen wir uns klar ab, von den rechtsautoritĂ€ren und verschwörungs­ideologischen Inhalten, die bei SpaziergĂ€ngen oder Kundgebungen von Kritiker*innen von Corona­schutz­maßnahmen verbreitet werden. Wir sind

  •     fĂŒr die notwendige UnterstĂŒtzung der von der Pandemie besonders betroffenen Menschen
  •     fĂŒr mehr Mitmenschlichkeit und gegenseitige RĂŒcksicht
  •     fĂŒr Vertrauen in Wissenschaft und Medizin
  •     fĂŒr eine Demokratisierung des Gesundheitssystems
  •     fĂŒr gesellschaftliche Teilhabe und Inklusion Aller
  •     fĂŒr eine vielfĂ€ltige Gesellschaft und eine Weiterentwicklung der Demokratie
  •     fĂŒr intensive gesell­schaftliche Debatten, die uns alle weiterbringen

Trier hĂ€lt zusammen! Menschenkette fĂŒr solidarisches Miteinander, Gemeinsinn und Vernunft

Die seit 2 Jahren anhaltende Pandemie zehrt an unseren KrĂ€ften. Am stĂ€rksten trifft es alle, die Tag fĂŒr Tag in KrankenhĂ€usern, Pflegeeinrichtungen und Praxen gegen Corona ankĂ€mpfen – und es trifft vor allem jene, die persönlich unter der Pandemie leiden mĂŒssen: vorerkrankte, immungeschwĂ€chte und andere durch Covid und die Maßnahmen besonders gefĂ€hrdete Personen, alle die schwer erkrankt sind, mit (Langezeit)-Folgen der Infektion kĂ€mpfen oder geliebte Menschen verloren haben. Auch bei vielen anderen schwindet die Geduld. Nicht jede Maßnahme ist schlĂŒssig, nicht jede Entscheidung ist nachvollziehbar oder gerecht. Unser Leben ist nach wie vor eingeschrĂ€nkt, viele kĂ€mpfen mit existentiellen Problemen. Sozial marginalisierte Menschen wie GeflĂŒchtete, Leiharbeiter*innen und Obdachlose treffen die Maßnahmen zur BekĂ€mpfung der Pandemie besonders stark.

Wir wollen mit der Menschenkette ein klares Zeichen setzen FÜR einen gesellschaftlichen und demokratischen Zusammenhalt angesichts dieser Pandemie.

Wir setzen uns ein FÜR eine auf den universellen Menschenrechten basierende demokratische Gesellschaft. Deswegen schauen wir auch ĂŒber den nationalen und persönlichen Tellerrand: es braucht gerechte Gesundheitssysteme weltweit, denn die Pandemie hat vor allem im globalen SĂŒden katastrophale wirtschaftliche Folgen und verschĂ€rft bestehende Hungersnöte. Europa boostert sich, wĂ€hrend weite Teile der Welt auf Impfstoffe fĂŒr eine Erstimpfung warten. Zur weltweiten BewĂ€ltigung der Pandemie benötigen wir den erschwinglichen Zugang zu Covid-19-Gesundheits-produkten und eine globale Impfgerechtigkeit. Klar ist: den Weg aus der Pandemie schaffen wir nur gemeinsam – auch ĂŒber Grenzen hinweg.

Mit unserer Menschenkette grenzen wir uns klar ab, von den rechtsautoritĂ€ren und verschwörungsideologischen Inhalten, die bei SpaziergĂ€ngen oder Kundgebungen von Kritiker*innen von Coronaschutzmaßnahmen verbreitet werden. Auch ohne offensichtliche Nazis liegen diesen Demonstrationen von Anfang an eine gefĂ€hrliche Mischung aus Demokratie- und Wissenschaftsfeindlichkeit zugrunde. Wer den Staat als „krank“ und als „Coronadiktatur“ bezeichnet, bedient rechtspopulistische Denkmuster und verlĂ€sst den demokratischen Diskurs.

Wir sind FÜR Zusammenhalt:

  • wir setzen uns ein fĂŒr mehr Mitmenschlichkeit und gegenseitige RĂŒcksichtnahme, statt der Berufung aufs Widerstandsrecht mit Holocaustverharmlosung und  Gewaltaufrufen
  • wir stehen fĂŒr Vertrauen in wissenschaftliche Arbeit und Medizin, statt Verschwörungsdenken und Wissenschaftsfeindlichkeit
  • wir setzen auf eine vielfĂ€ltige Gesellschaft und eine Weiterentwicklung der Demokratie statt absurde Diktaturvergleiche und demokratiefeindliche Äußerungen, die gesellschaftlichen Institutionen die Daseinsberechtigung absprechen.
  • wir sind fĂŒr eine Demokratisierung des Gesundheitssystems, statt einer Priorisierung der Wirtschaft gegenĂŒber der Gesundheit und ihrer Vermarktung.
  • wir stehen fĂŒr gesellschaftliche Teilhabe und Inklusion Aller, statt fĂŒr egoistische SelbstermĂ€chtigungsfantasien
  • wir sind fĂŒr intensive gesellschaftliche Debatten, die uns alle weiterbringen, statt selbstbezogenen Forderungen nach Feier- und Konsumfreiheit sowie der Selbstinszenierung als Opfer der Corona-Schutzmaßnahmen.

Deshalb gilt es, Flagge zu zeigen und sich zusammenzuschließen fĂŒr solidarisches Miteinander, Vernunft und Gemeinsinn. Kommt zur Menschenkette “Trier hĂ€lt zusammen“: Samstag 12. Februar 2022 ab 14 Uhr in der FußgĂ€ngerzone von Trier.

Wir begrĂŒĂŸen es, wenn Menschen ihre einseitige Desinformations-Blase verlassen und damit selbstkritisch zugeben, dass sie sich bisher geirrt haben und freuen uns, wenn sie kĂŒnftig ein solidarisches Miteinander mit RĂŒcksicht, konkret Mund-Nasenschutz-Masken, Schnelltests und auch Impfen fĂŒr sinnvolle Maßnahmen zur BekĂ€mpfung der Pandemie mittragen und unterstĂŒtzen.

Organisatorisches:

  • Ab 14 Uhr: Aufstellung der Menschenkette. Sammelpunkte: Simeonstraße (Höhe Sparkasse), Hauptmarkt, Brotstraße (Höhe Blaue Hand), Viehmarkt. An den Sammelpunkten werden die BĂ€nder und Plakate fĂŒr die Menschenkette verteilt und es erfolgt eine Einreihung in die Kette durch unsere Ordner:innen.
  • Um 15 Uhr wird die Menschenkette bis 15:15 Uhr geschlossen
  • Ab 15.30 Uhr: Abschluss-Kundgebung auf den Viehmarktplatz

Der Aufruf des AktionsbĂŒndnisses „Trier hĂ€lt zusammen“ wird unterstĂŒtzt durch:
FĂŒr ein Buntes Trier – gemeinsam gegen Rechts, AG Frieden, Lokale Agenda 21, Multikulturelles Zentrum, Katholische Arbeit­nehmer:innen Bewegung im Bistum Trier, BĂŒndnis 90/ Die GrĂŒnen Stadt Trier, Die Linke Trier, SPD Trier, UBT, GrĂŒne Jugend Trier-Saarburg, Linksjugend ́solid, Trierer Jusos, AStA Uni Trier, Asta Hochschule Trier, TUFA, KSJ Trier, S4F Trier, FFF Trier, XR-Trier, Pro Familia, Antiatomnetz Trier, Mergener Hof e.V. (mjc von 1617), Internationaler Bund, Verein Kultur­graben e.V., Jugendzentrum ‚auf der Höh‘ am Weidengraben, Creadiva, alta4 AG, Schmit-z e.V., Palais e.V., Kulturverein villaWuller e.V., Fanprojekt Trier, Sredna, DFG-VK Trier, Bildung fördert Entwicklung e.V., DGB, IG Metall, Verdi, Verdi Jugend Saar-Trier, NGG, IG BAU, IG BCE, GdP, GEW, EVG, JuPa – Trierer Jugendparlament. Weitere UnterstĂŒtzer werden bei Buntes Trier aufgelistet.

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Letztes Update: 15.02.2022 13:33
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