vom 26. März bis 9. August 2018
In Büchel in der Eifel lagern immer noch Atomwaffen. Schlimmer noch sie sollen technisch aufgerüstet werden. Mit einer Aktionspräsenz von 20 Wochen will die Kampagne „Büchel ist überall – atomwaffenfrei.jetzt“ auf diese Gefahr aufmerksam machen.
Der Bundeswehr-Fliegerhorst Büchel in der Eifel ist inzwischen der einzige Atomwaffenstandort in Deutschland. Dort üben im Rahmen der „Nuklearen Teilhabe“ Bundeswehr-Soldaten mit Bundeswehr-Tornados, die Atombomben ins Zielgebiet zu transportieren und abzuwerfen. Die US-Regierung plant, die Atombomben ab 2020 durch neue, zielgenauere Atombomben zu ersetzen. Während der Bundestag 2010 noch den Abzug der US-Atombomben forderte, beginnt nun die Stationierung neuer Atomwaffen, die wesentlich zielgenauer sind und frühestens 2020 ankommen sollen.
Zum dritten Mal wird auch 2018 die Friedensbewegung mit einer zwanzigwöchigen Aktionspräsenz gegen die Atomwaffen in Büchel demonstrieren – 20 Wochen für die dort lagernden 20 Atomwaffen, vom 26. März, dem Tag des Bundestagsbeschlusses von 2010 gegen die Atomwaffen in Büchel, bis zum 9. August, dem Jahrestag des Atombombenangriffs auf Nagasaki 1945. 20 mit Wochen mit Protestaktionen, Blockaden und Konzerten.
Wir fordern von der Bundesregierung
Während der gesamten Aktionspräsenz von März bis August wechseln sich Gruppen und Organisationen ab, um einen permanenten Protest in Büchel gegen Atomwaffenzu gewährleisten. Zum Aktionskalender
Mehr zur Aktion der Kampagne "Krieg beginnt hier" in Büchel am 30. Juni und 1. Juli
Weitere bevorstehende Aktionen gegen Atomwaffen:
Zur Aktionspräsenz gehören auch immer wieder Aktionen Zivilen Ungehorsams wie Blockaden oder Protest auf dem Gelände der Militärbasis. Sie führen gelegentlich dazu, dass die Beteiligten angeklagt und verurteilt werden. Ein Beispiel ist Martin Otto (DFG-VK Lahn-Dill/Gewaltfreie Aktion Atomwaffen abschaffen). Er hatte am Nagasaki-Gedenktag am 9. August 2016 als kleinen bescheidenen Beitrag zur Abrüstung von unten ein Loch in den Zaun des letzten Atomwaffenstützpunkts in Deutschland geschnitten. Dafür wurde er Sachbeschädigung zu einer Geldstrafe von 375 Euro, ersatzweise 25 Tage Haft, verurteilt. Wie schon früher wird er eine „Mahnwache hinter Gittern“ abhalten“. Er verbindet sie mit einem Offenen Brief an die Bundeskanzlerin und weitere politisch Verantwortliche und mit einer demonstrativen Freikaufaktion: Menschen waren aufgefordert, den Offenen Brief zu unterzeichnen und mit Kleinbeträgen von ca. 1 Euro dazu beizutragen, Martin Otto aus dem Gefängnis freizukaufen.