Deutsche Friedensgesellschaft - Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen Landesverband Rheinland-Pfalz

Für eine Welt ohne Krieg, Militär und Gewalt!

Mainz-Wiesbadener Ostermarsch 2018

in WIESBADEN

Karsamstag, 31. März 2018

Auftakt:
10. 30 h, Hauptbahnhof Wiesbaden

Abschluss:
12.30 Uhr, Mauritiusplatz

Ab 15 Uhr: Friedensfest im Infoladen, Blücherstr. 46 Hinterhaus
(Haltestelle Gneisenaustr., Linie 14)

Ostermarschfaltblatt als pdf

Reden:

Es sprechen

Auftaktkundgebung

Abschlusskundgebung

 

Musikalische Begleitung:

Gedichte: Hüseyin Kaya, Özgürlük ve Dayanisma Dernegi - Verein für Freiheit und Solidarität

Moderation: Dieter Engel, ver.di

Bilder vom Mainz-Wiesbadener Ostermarsch 2018

 

Aufruf zum Mainz-Wiesbadener Ostermarsch 2018

Für eine Welt ohne Krieg, Militär und Gewalt!

Die Welt ist aus den Fugen geraten. Die Spannungen zwischen NATO und Russland können zum Krieg in Europa und weltweit eskalieren. Nationalistische und faschistische Kräfte verschaffen sich zunehmend Gehör. Im Nahen Oster werden immer mehr Länder von Kriegen verwüstet. Die Türkei führt Krieg nach innen und außen und verwandelt sich in eine Diktatur. In Ostasien steigt die Kriegsgefahr. Präsident Trump lässt kaum eine Gelegenheit aus, Öl ins Feuer zu gießen: Nord-Korea und Iran.
 
Statt konsequent eine Politik der Deeskalation zu betreiben, setzt die Bundesregierung auf Ausbau und Einsatz der Bundeswehr. Einige Stimmen fordern, die Aussetzung der sogenannten Wehrpflicht zu widerrufen. Die Bundeswehr soll weiterhin weltweit und grundgesetzwidrig im Innern eingesetzt werden.
Eine Abkehr von dieser Politik ist dringend geboten. Innerstaatliche und internationale Konflikte dürfen nicht mit Gewalt ausgetragen werden.
 
Für Frieden im Nahen Osten – gegen deutsche Kriegsbeteiligung
Kriege zerstören Afghanistan, Irak, Syrien, Libyen und Jemen. Millionen Menschen sind auf der Flucht. Westliche Militärinterventionen und Angriffskriege hinterlassen Zerstörung und dauerhaften Krieg.
Der Aufstieg des IS war auch eine Folge jahrzehntelanger verfehlter Politik westlicher Staaten. Militärinterventionen, Waffenlieferungen sowie Unterstützung diktatorischer Regime lösen die Konflikte nicht, sondern sie verschlimmern sie, erzeugen mehr Krieg und Terror.
 
Ukraine: Deeskalation und friedliche Konfliktbeilegung
Der Krieg in der Ost-Ukraine birgt noch immer die Gefahr einer Eskalation. USA, EU und Russland sind gefordert, gemeinsam friedliche Lösungen mit der Ukraine zu erarbeiten. Das friedliche Haus Europa kann nur mit, nicht gegen Russland erreicht werden. Deshalb Schluss mit Wirtschaftsboykott gegen Russland. Schluss mit Säbelrasseln und provokanten Manövern an den Grenzen. Für eine Konfliktlösung im Rahmen des Völkerrechts.
 
Auslandseinsätze beenden, für eine friedliche Außenpolitik
Seit den 1990er Jahren führt Deutschland wieder Krieg. Die Bundeswehr wurde zu einer „Armee im Einsatz“, zur Sicherung von Rohstoffquellen, Absatzmärkten und Handelswegen. Es wird immer wieder versucht, die parlamentarische Zustimmungspflicht für Auslandseinsätze aufzuweichen und Auslandseinsätze somit zu erleichtern. Wir fordern die sofortige Beendigung aller Auslandseinsätze. Die Außenpolitik Deutschlands und der EU sollte zivil, nicht militärisch sein, deshalb lehnen wir eine Beteiligung an der Europäischen Verteidigungs- und Sicherheitsunion ebenso ab wie die Erhöhung der Rüstungsausgaben auf 2% des Bruttoinlandsproduktes.
 
Grenzen öffnen für Menschen - Grenzen schließen für Waffen
Deutschland ist drittgrößter Waffenexporteur der Welt. Die deutschen Waffenexporte - auch an kriegführende autoritäre menschenrechtsverletzende Staaten wie die Türkei, Saudi-Arabien und Katar - wurden entgegen aller Versprechungen nicht zurückgefahren. Die Aufrüstung von Kriegsparteien verschärft die Probleme. Sie können nur mit friedlichen Mitteln bei Einhaltung des Völkerrechtes und Achtung der Menschenrechte bewältigt werden.
 
Zivile Produktion statt Rüstungsexporte
Die Konversion von Rüstungsproduktion ist nötig, ebenso wie das Ende von militärischer Forschung an den Hochschulen. Rüstungsausgaben müssen drastisch reduziert und die eingesparten Rüstungsmilliarden für die Bildung, Gesundheit und soziale Sicherheit verwendet werden.
 
Friedensbildung statt Militarisierung
Auch wenn in Deutschland zur Zeit niemand mehr zwangsweise gemustert und einberufen wird, ist die sogenannte Wehrpflicht keineswegs abgeschafft, sondern nur ausgesetzt. In vielen Staaten in aller Welt werden Menschen wegen Kriegsdienstverweigerung verfolgt. Wir fordern das uneingeschränkte Menschenrecht auf Kriegsdienstverweigerung und Asyl für Menschen, die sich dem Krieg verweigern.
Die Bundeswehr wirbt verstärkt in Bildungseinrichtungen – nicht nur in Schulen, sogar schon in Kindergärten. Aber auch bei Ausbildungsmessen, in Arbeitsagenturen, in Medien und bei Volksfesten wird um Nachwuchs und für Zustimmung für die von ihr geführten Kriege geworben. Schluss mit der Werbung für Krieg und Militär!
 
Für eine Welt ohne Massenvernichtungswaffen
Atomare, biologische und chemische Waffen lehnen wir strikt ab, erst recht die vorgesehene Modernisierung der in Büchel in der Eifel stationierten Atomwaffen. Wir begrüßen den UN-Vertrag zum Verbot von Atomwaffen und fordern, dass Deutschland ihn unterzeichnet.
Auch die friedliche Nutzung der Atomenergie gefährdet unsere Zukunft. Zur Energiewende und einer ressourcenschonenden Wirtschaftsweise gibt es keine Alternative. Nachhaltiges Wirtschaften und eine gerechte Weltwirtschaftsordnung sind auch Friedenspolitik.
 
Von unserer Region geht Krieg aus
In Wiesbaden und im Rhein-Main-Gebiet konzentrieren sich wichtige Einrichtungen der US-Kriegsmaschinerie, u.a. das europäische Hauptquartier der US-Armee, das Army Airfield Wiesbaden in Erbenheim, das zentrale NSA-Kommunikationscenter für Europa, Asien und Afrika sowie weitere NSA-Spionagestützpunkte.
Für den Drohnenkrieg der USA ist Ramstein eine zentrale Basis, und auch Deutschland strebt nach Kampfdrohnen.
 
Krieg darf kein Mittel der Politik sein.
Krieg und Gewalt sind keine Lösung bei Konflikten.
Krieg ist ein Verbrechen an der Menschheit.
Krieg ist organisierter Massenmord.
Krieg schafft die Voraussetzungen für neue Kriege und neue Gewalt.
 
Dieser gefährlichen Dynamik stellen wir uns entgegen. Wir setzen uns für Abrüstung, Entmilitarisierung, gewaltfreie Konfliktlösung und die Beseitigung aller Kriegsursachen ein.

 

Zum Ostermarsch rufen auf:

  • Alevitisches Kulturzentrum Mainz e.V. - Mainz Alevi Kültür Merkezi
  • Arbeitsgemeinschaft Frieden Trier
  • Bündnis gegen Naziaufmärsche Worms
  • Antirassistischer Arbeitskreis (ARAK) Mainz
  • Arbeitskreis Umwelt und Frieden (AUF AKK)
  • Attac Mainz
  • Attac Wiesbaden
  • Connection e.V.
  • Deutsche Friedensgesellschaft - Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) Mainz
  • Deutsche Friedensgesellschaft - Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) Wiesbaden
  • Deutscher Freidenker-Verband Rheinland-Pfalz/Saarland
  • DGB Stadtverband Mainz
  • DGB Wiesbaden-Rheingau/Taunus
  • DKP Mainz
  • DKP Rheinland-Pfalz
  • DKP Wiesbaden-Rheingau/Taunus
  • Flüchtlingsrat Wiesbaden
  • GEW Mainz-Bingen
  • Humanistischer Verband (HVD) Rheinland-Pfalz
  • IG Bauen-Agrar-Umwelt Bezirksverband Wiesbaden-Limburg
  • IG Metall Wiesbaden-Limburg
  • Infoladen Wiesbaden
  • Jenny-Marx-Club Mainz
  • Kampagne „Krieg beginnt hier“
  • DIE LINKE. Mainz/Mainz-Bingen
  • DIE LINKE. Rheinland-Pfalz
  • DIE LINKE. Wiesbaden
  • LINKE&PIRATEN Rathausfraktion Wiesbaden
  • Mainz Özgürlük ve Dayan??ma Derne?i - Verein Freiheit und Solidarität Mainz /
  • Medieninitiative Mainz/Wiesbaden Radio Quer
  • NaturwissenschaftlerInnen-Initiative Verantwortung für Frieden und Zukunftsfähigkeit
  • Politische Lesben-und Schwulengruppe ROSA LÜSTE
  • Rentnerskatclub  Roter Stern Wiesbaden
  • ver.di Bezirk Mittelrhein
  • ver.di Bezirk Wiesbaden
  • Verein Freiheit und Solidarität Mainz
  • VVN-BdA Kreisvereinigung Mainz-Bingen
  • Wormser für den Frieden

Beiträge und Spenden für den Ostermarsch bitte an: DFG-VK Wiesbaden, GLS-Bank, IBAN: DE17 4306 0967 4006 1617 19, Stichwort: Ostermarsch 2016

Beim Mainz-Wiesbadener Ostermarsch sind Nationalfahnen und Fahnen von Kriegsparteien unerwünscht.

Zur Einstimmung auf den Ostermarsch 2018 Reden, Bilder und Filme vom

Letztes Update: 05.04.2018, 15:41 Uhr