Deutsche Friedensgesellschaft - Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen Landesverband Rheinland-Pfalz

­Mitten im Sturm die Zukunft säen

Sembrar Futuros en Medio de la Tormenta

Zweite Erklärung der Red Antimilitarista de América Latina y el Caribe  (Antimilitaristisches Netzwerk Lateinamerikas und der Karibik, RAMALC) zur Situation in Venezuela
22. Januar 2026
Segunda declaración de la Ramalc respecto a Venezuela, 22 de enero de 2026


Abajo / unten:

  • Sembrar Futuros en Medio de la Tormenta en castellano
  • Erste Erklärung der RAMALC von 3. Januar 2026
  • Primera declaración de la RAMALC del 3 de enero de 2026

Wenn die Bomben fallen, entscheiden die Völker: Wiederholen wir den Kreislauf der Gewalt oder sprengen wir die Ketten, die uns daran fesseln? Angesichts der imperialistischen Invasion der USA und des in Venezuela ausgerufenen Ausnahmezustands bekräftigen wir: Wir werden uns nicht zwischen Unterdrückern entscheiden. Unser Kompass ist die Sorge um das Leben, nicht die Fahnen derer, die es verachten.

In Lateinamerika und der Karibik haben die Völker in ihrer Geschichte gegen Krieg und Autoritarismus gekämpft und sich auf vielfältige Weise und mit unterschiedlichen Aktionen dagegen aufgelehnt, während sie gleichzeitig ein Leben ohne Kriege aufgebaut haben: durch ihre Weigerung, sich zu Komplizen von Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu machen, ihre aktive Anklage von Menschenrechtsverletzungen, den permanenten Aufbau und Wiederaufbau des Gemeinschaftslebens angesichts der Unterdrückung durch Konsumzwang und Privatisierung des Lebens, die Schaffung von Vertrauensbeziehungen und guter Nachbarschaft angesichts des Medienkults der Unsicherheit und Angst, das Leben in einem permanenten und entschlossenen Versuch, weiterhin authentische und bürgernahe Demokratien aufzubauen, angesichts von Diktaturen mit und ohne Wahlverkleidung.

Unser Widerstand gegen alle Formen der Unterdrückung und Aggression ist langwierig und dauerhaft. Deshalb rufen wir die Völker der schlecht benannten Ersten Welt dazu auf, dem Beispiel einiger kluger Kämpfer*innen zu folgen, die darauf hingewiesen haben: Krieg beginnt hier!

Angesichts des lautstarken Endes der internationalen Gesetzgeber und Politiker, die eine „regelbasierte Welt“ gefordert haben, mit Regeln, die aus denselben Kriegen hervorgegangen sind, die sie der Welt aufgezwungen haben, lautet der Aufruf: Entwaffnet die Erste Welt, stoppt die Invasionen, bevor sie beginnen, schließt die Fabriken, die die Waffen herstellen, mit denen ihr uns tötet, zerstört die tödliche Technologie, die aus euren Industrien stammt, mit eurem Geld finanziert und an euren Börsen angeboten wird. Unser Kampf braucht euren Kampf, um vollständig und umfassend zu sein. In der Zwischenzeit kämpfen wir hier weiter und unterstützen den Aufbau realistischer Friedensprozesse, d. h. antimilitaristischer Friedensprozesse.

Deshalb unterstützen wir von der RAMALC die Bemühungen um einen Übergang zur Souveränität des venezolanischen Volkes, die darauf abzielen, Traumata, Ängste und Misstrauen abzubauen, denn die Demokratisierung, die Venezuela braucht, kann nicht aus der Spitze einer Rakete hervorgehen oder unter Ausnahmezustand fortbestehen – eine Erkenntnis, die für jedes Gebiet Lateinamerikas und der Karibik gilt.

Von der RAMALC aus rufen wir dringend zur aktiven Solidarität zwischen den Völkern auf und schließen uns den Leitlinien des Laboratorio de Paz für diesen Zeitraum an, der am 3. Januar begonnen hat und sich in folgenden Punkten zusammenfassen lässt:

Befreiung für den Übergang: Sofortige und vollständige Freilassung der fast hundert Personen, die in den letzten Wochen festgenommen wurden, sowie aller politischen Gefangenen. Mit inhaftierten Stimmen ist kein Dialog möglich.

Begleitung durch die Augen der Welt: Eine internationale Menschenrechtskommission, die jeden Schritt des Übergangs begleitet und uneingeschränkten Zugang zu Haftanstalten, Akten und Gebieten hat. Vertrauen entsteht durch Transparenz.

Dem Volk das Wort zurückgeben: Echte Öffnung von Kanälen für die Beteiligung der Bevölkerung. Demokratie wird nicht aufgezwungen, sondern von unten aufgebaut, mit den Gemeinschaften, die das tägliche Leben tragen.

Den Terror entwaffnen: Sofortige Aufhebung des Dekrets über den Ausnahmezustand. Entwaffnung und Demobilisierung aller bewaffneten Akteure – staatlicher, halbstaatlicher und privater. Wirksame Garantien für sichere Teilhabe und Meinungsäußerung.

Und vor allem unterstützen wir die beiden spezifischen antimilitaristischen Forderungen:

Geplante Trennung von zivilen Wohngebieten und militärischen Einrichtungen. Ciudad Tiuna muss durch einen organisierten Prozess unter Beteiligung der Bevölkerung aus Fuerte Tiuna herausgelöst werden. Das zivile Leben darf nicht militarisiert werden.

Uneingeschränkte Garantien für die Ausübung des Rechts auf Kriegsdienstverweigerung gegenüber jeder gesetzlichen Verpflichtung zur Teilnahme am Militärdienst.

Die Vorschläge für Venezuela sind in Wirklichkeit Vorschläge, die sich auf ganz Lateinamerika und die Karibik erstrecken, da es uns überall an partizipativen Prozessen, Garantien für die Nichtwiederholung von Schäden und der Entwaffnung der vielen und exzesssiv bewaffneten Akteure mangelt, die die Probleme nur verschärfen, und ebenso mangelt es uns an Sicherheit für Meinungsäußerungen, für die soziale Gestaltung unserer eigenen Angelegenheiten in allen Lebensbereichen ohne Einmischung des eigenen oder ausländischen Militarismus.

Wie uns die Kämpfe der Indigenen von Abya Yala lehren: Die Verteidigung von Mutter Erde ist die Mutter aller Kämpfe. Die imperialistische Invasion abzulehnen und Diktaturen und Autoritarismus jeglicher Art zurückzuweisen und gleichzeitig ein demokratisches Leben ohne Militarismus zu fördern, bedeutet, die Zukunft des gesamten Kontinents zu verteidigen.

Keine Bombardierung ist gerechtfertigt. Auch keine Diktatur. Wir müssen Solidarität schaffen, sonst machen wir uns mitschuldig am Mord an der Erde.

Welche Geschichten säen wir angesichts des Krieges?
Diejenigen, die ohne Waffen keimen,
diejenigen, die mit Gerechtigkeit blühen.


#NadaJustificaNingúnMilitarismo
 #SolidaridadConElPuebloVenezolano
(NichtsrechtfertigtMilitarismus, SolidaritätmitdemvenezolanischenVolk)


 

Sembrar Futuros en Medio de la Tormenta

Red Antimilitarista de América Latina y el Caribe, Ramalc

22 de enero de 2026

Cuando las bombas caen, los pueblos deciden: ¿repetimos el ciclo de violencias o rompemos las cadenas que nos atan a ella? Ante la invasión imperialista estadounidense y el estado de conmoción externa decretado en Venezuela, reafirmamos: no elegiremos entre opresores. Nuestra brújula es el cuidado de la vida, no las banderas de quienes la desprecian.

En Latinoamérica y el Caribe los pueblos históricamente han luchado contra la guerra y el autoritarismo, rebelándose a ellas de diversas formas y acciones que al mismo tiempo construyen una vida sin guerras: la renuncia a ser cómplices de los crímenes de lesa humanidad, la denuncia activa de los atropellos a los derechos humanos, la construcción y reconstrucción permanente de la vida comunitaria ante la opresión de la obligación del consumo y la privatización de la vida, la creación de lazos de confianza y buena vecindad ante el culto mediático de la inseguridad y el miedo, viviendo en un permanente y decidido intento de seguir construyendo democracias auténticas y cercanas ante dictaduras con y sin disfraz electoral. 

Nuestra resistencia es larga y permanente contra todas las opresiones y las agresiones. Por ello es que llamamos a los pueblos del mal llamado primer mundo a que sigan el ejemplo de algunxs lúcidxs luchadorxs que han denunciado que La Guerra Empieza Allá

Ante el estruendoso fin de los hacedores de leyes y políticas internacionales que han dado por llamar “un mundo basado en normas”, esas que derivaron de las mismas guerras que impusieron al mundo, el llamado es a que Desarmen el primer mundo, detengan las invasiones antes de que salgan, cierren las fábricas que hacen las armas con las que nos matan, destruyan la tecnología de muerte que sale de sus industrias y es financiada con sus dineros y ofertadas en sus bolsas de valores. Nuestra lucha necesita de su lucha para completarse y complementarse. Acá mientras tanto seguimos luchando apoyando la construcción de paces realistas, es decir paces antimilitaristas. 

Por ello es que desde la RAMALC apoyamos las apuestas de construcción de transición a la soberanía del pueblo de Venezuela pensadas en disminuir el trauma, el miedo y la desconfianza, porque la democratización que Venezuela necesita no puede nacer de la punta de un misil ni perpetuarse bajo estado de sitio, certeza que es válida para cualquier territorio de nuestra Latinoamérica y Caribe.

Desde la RAMALC, hacemos un llamado urgente a la solidaridad activa entre pueblos y nos adherimos a las directrices planteadas por el Laboratorio de Paz para este periodo que se abrió desde el 3 de enero y que se pueden resumir en los siguientes puntos:

Liberar para transitar: Liberación inmediata y plena de lxs casi cien personas detenidas en las últimas semanas y de todxs lxs presxs políticxs. No hay diálogo posible con voces encarceladas.

Acompañamiento con ojos del mundo: Una Comisión Internacional de Derechos Humanos que acompañe cada paso de la transición, con acceso irrestricto a centros de detención, expedientes y territorios. La confianza se construye con transparencia.

Volver al pueblo la palabra: Apertura real de canales de participación popular. La democracia no se impone, se construye desde abajo, con las comunidades que sostienen la vida cotidiana.

Desarmar el terror: Derogación inmediata del decreto de conmoción externa. Desarme y desmovilización de todos los actores armados —estatales, paraestatales y mercenarios—. Garantías efectivas para la participación y expresión seguras.

Y sobre todo apoyamos  las dos demandas antimilitaristas específicas: 

Separación planificada de viviendas civiles y estamentos militares. Ciudad Tiuna debe salir de Fuerte Tiuna mediante un proceso organizado y con participación comunitaria. La vida civil no puede militarizarse.

Garantías plenas para el ejercicio del derecho a la objeción de conciencia ante toda obligación legal de participar en el ejército a través del servicio militar. 

Las propuestas para Venezuela en realidad son propuestas que se extienden para toda América Latina y el Caribe, tan faltos como estamos de procesos participativos, de garantías de no repetición del daño, de desarme de los muchos y excesivos actores armados que solo agravan las problemáticas, y también tan faltos como estamos de seguridad para las expresiones, de construcción social de nuestras propias agendas en todos los ámbitos de la vida, sin intervenciones de ningún militarismo ya sea propio o extranjero. 

Como nos recuerdan las luchas indígenas de Abya Yala: la defensa de la Madre Tierra es la madre de todas las luchas. Rechazar la invasión imperialista y rechazar dictaduras y autoritarismos de todo tipo a la vez que impulsar una vida democrática sin militarismos es defender el futuro de todo el continente.

Ningún bombardeo se justifica. Ninguna dictadura tampoco. Tejemos solidaridad o seremos cómplices del terricidio.

¿Qué historias sembramos frente a la guerra? 

Las que germinan sin armas, 

Las que florecen con justicia.


#NadaJustificaNingúnMilitarismo
 #SolidaridadConElPuebloVenezolano


Erklärung der

Red AntiMilitarista de América Latina y el Caribe (Antimilitaristisches Netzwerk Lateinamerikas und der Karibik, RAMALC)
angesichts der aktuellen Lage in Venezuela

Declaración RAMALC frente a la situación en Venezuela

Castellano abajo

Wir lehnen die Bombardierung venezolanischen Territoriums durch die Vereinigten Staaten ab, von der auch die Zivilbevölkerung betroffen ist.

Ist eine Bombardierung nicht der erste Schritt einer Strategie, die darauf abzielt, einzumarschieren, die gewünschten Ressourcen zu entnehmen und die angestrebten Militärstützpunkte zu errichten?
So hat es der Präsident der Vereinigten Staaten kürzlich erklärt.

Wir verurteilen diese militärische Aktion der USA ebenso wie wir jede Menschenrechtsverletzung durch die Regierung von Nicolás Maduro verurteilt haben. Wir lehnen Gewalt und Unterdrückung ab, egal woher sie kommen. Wir warnen davor, dass diese Spirale des Autoritarismus die Souveränität Venezuelas und die Stabilität der gesamten Region bedroht; sie ist die historische Fortsetzung einer langen Liste militärischer Interventionen dieses Staates, die stets von geostrategischen Interessen geleitet waren.

Wir haben auch die Diktatur von Nicolás Maduro abgelehnt, die von denjenigen angeprangert wird, die einen antimilitaristischen Kampf für Venezuela führen. Aber unser Kampf gegen die Diktatur rechtfertigt keine imperiale Invasion lateinamerikanischer Gebiete.

Keine Bombardierung ist gerechtfertigt. Kriege verschärfen nur die Armut und verschärfen die bestehende Gewalt.

Wenn diese Aggression nicht international umfassend verurteilt und dieses Verhalten nicht gestoppt wird, dann wird es keine internationale Ordnung mehr geben, außer dem Recht des Stärkeren

Wie kann man einen antiimperialistischen Antimilitarismus aufbauen, der solidarisch ist mit denen, die leiden und sich nach Veränderungen in Venezuela sehnen?

Unsere Antwort ist ein Aufruf zur Solidarität der lateinamerikanischen Völker, die Sorge um das Leben in den Mittelpunkt der internationalen Geopolitik zu stellen und die Würde der Völker und Gemeinschaften über jede multilaterale Agenda hinaus zu priorisieren.

Wir verurteilen die Militäraktion der Vereinigten Staaten und jeden Versuch einer Invasion. Vor allem solidarisieren wir uns mit dem venezolanischen Volk, sowohl innerhalb als auch außerhalb seiner Grenzen.

NICHTS RECHTFERTIGT MILITARISMUS

Ramalc, 3. Januar 2026


 

Declaración RAMALC frente a la situación en Venezuela

Desde la Red AntiMilitarista de América Latina y el Caribe (RAMALC), ante la situación que hoy vive Venezuela, rechazamos el bombardeo sobre territorio venezolano por parte de Estados Unidos, el cual ha afectado también a la población civil.

¿Un bombardeo no es acaso el primer paso en una estrategia que busca invadir, sacar los recursos que quieran y poner las bases militares que pretenden? 

Así lo ha declarado recientemente. el presidente de los Estados Unidos.

Condenamos esta acción militar estadounidense, así como hemos condenado cada violación a los DD.HH. por parte del gobierno de Nicolás Maduro. Rechazamos la violencia y la opresión, vengan de donde vengan. Alertamos que esta espiral de autoritarismos amenaza la soberanía venezolana y la estabilidad de toda la región; es la continuidad histórica de una larga lista de intervenciones militares de ese Estado, guiadas siempre por intereses geoestratégicos.

Hemos rechazado también la dictadura de Nicolas Maduro, denunciada por quienes sostienen una lucha antimilitarista por Venezuela, pero nuestra lucha antidictatorial no justifica la invasión imperial en territorios latinoamericanos.

Ningún bombardeo se justifica. Las guerras solo profundizan la pobreza y exacerban las violencias existentes.

Si esta agresión no recibe una condena internacional amplia y no se detiene este comportamiento, entonces ya no existirá ningún orden internacional, salvo la ley del más fuerte.

¿Cómo construir un antimilitarismo antiimperialista, solidario con quienes sufren y con quienes anhelan cambios en Venezuela? 

Nuestra respuesta es hacer un llamado a la solidaridad de los pueblos Latinoamericanos a poner el cuidado de la vida en el centro de la geopolítica internacional, a priorizar la dignidad de los pueblos y comunidades más allá de cualquier agenda multilateral. 

Condenamos la acción militar de Estados Unidos y cualquier intento de invasión. Sobre todo, nos solidarizamos con el pueblo venezolano, tanto dentro como fuera de sus fronteras. 

NADA JUSTIFICA NINGÚN MILITARISMO

Ramalc, 3 de enero de 2026

Letztes Update: 03.02.2026, 23:16 Uhr