Deutsche Friedensgesellschaft - Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen Landesverband Rheinland-Pfalz-Saarland

Ökumenische FriedensDekade 2026

Drei Veranstaltungen als Kooperation von Atelier Mario Andruet, pax christi Saar, DFG-VK Trier-Saar, Friedensnetz Saar und Peter-Imandt-Gesellschaft

Das Jahresmotto der Friedensdekade 2026 lautet „couragiert widerständig“

Vom 8. bis 18. November 2026 lädt die Ökumenische FriedensDekade dazu ein, sich mit Fragen von Frieden, Gerechtigkeit und gesellschaftlicher Verantwortung auseinanderzusetzen. Das diesjährige Motto lautet „couragiert widerständig“. Viele Entwicklungen in unserer Zeit lösen Verunsicherung aus: Kriege und Aufrüstung, Angriffe auf demokratische Institutionen, gesellschaftliche Polarisierung, die Klimakrise und wachsende soziale Ungleichheit. Angesichts dieser Herausforderungen erscheint es oft einfacher, sich zurückzuziehen oder zu resignieren.

Das Motto der FriedensDekade setzt einen anderen Akzent. Es ermutigt dazu, nicht gleichgültig zu werden. Couragiert zu handeln bedeutet, für Menschenwürde, Demokratie und Frieden einzustehen – im Alltag, in der Nachbarschaft, am Arbeitsplatz, in der Schule oder in der Kirchengemeinde. Widerständig zu sein heißt, Ungerechtigkeit, Ausgrenzung und Gewalt nicht einfach hinzunehmen, sondern sich im Rahmen demokratischer Möglichkeiten für eine gerechtere und friedlichere Welt einzusetzen.

Monatliche Mahnwache für Frieden und Toleranz

SAARLOUIS, Mittwoch, 4. November 2026

17 bis 18 Uhr, Pavillon in der Französischen Straße 

Der bekannte Friedensjournalist und Herausgeber des Aachener Friedensmagazins aixpaix.de, Otmar Steinbicker, kommt mit den Teilnehmern ins Gespräch über die begründete Angst vor der die Menschheit in ihrer Existenz bedrohenden Katastrophe eines Atomkriegs. Sein Redebeitrag thematisiert die Kriegsängste seit den 80er Jahren bis heute. In den 1980er Jahren motivierten Aufrüstungsvorhaben Hunderttausende in der Bundesrepublik, an machtvollen Friedensdemonstrationen teilzunehmen. Die dadurch beförderte intensive sicherheits-politische Debatte griff auch auf Militärs über. Am Ende des Kalten Krieges entwickelte sich ein Konsens zumindest in Europa, dass nicht nur ein großer Atomkrieg nicht   überlebbar ist, sondern auch ein großer, weiträumig geführter konventioneller Krieg in den Dimensionen eines Zweiten Weltkrieges die europäische Zivilisation gefährden würde.

Heute hat sich das Bild gewandelt. Regierungsverantwortliche in der NATO und Russland setzen auf einen langandauernden konventionellen Krieg in der Ukraine und hoffen zugleich, dass dieser Krieg aus Überlebensinteresse aller Beteiligter nicht zu einem großen, die Menschheit vernichtenden Atomkrieg eskaliert. Ob diese Erwartung aufgeht, bleibt offen. Heute kommt ein weiterer für die Lebensbedingungen der gesamten Menschheit wichtiger Faktor hinzu, der in seiner Bedeutung in den Debatten der 1980er Jahre eher wenig gesehen wurde: der weltweite Klimawandel.

Anschließend:

Vertiefende Diskussionsveranstaltung zur Gefährdungslage weltweit in Konfrontation zum Motto der Friedensdekade „couragiert widerständig“

SAARWELLINGEN, Mittwoch, 4. November 2026

19 Uhr Atelier Mario Andruet, Bilsdorfer Str. 28 

Otmar Steinbicker und Oberstleutnant d. R. Karsten Wurzer, Vorsitzender der Reservisten-Landesgruppe Saar (angefragt) legen ihre Standpunkte dar.

Kriegsängste und das aktuelle Gefährdungspotenzial durch immer mehr militärische Auseinandersetzungen.

Vortrag mit Otmar Steinbicker

SAARBRÜCKEN, Donnerstag, 5. November 2026

19 Uhr, Nauwies 19 

Der Pazifist Otmar Steinbicker gestaltet sein Anliegen diesmal als Vortrag.

 

 

Letztes Update: 31.10.2026, 19:49 Uhr